Archive for the ‘Walcker Orgeln’ Category

Keilbaelgchen für Reparaturzwecke neu beledern

Donnerstag, Juni 25th, 2009

Gleich zu Beginn möchte ich darauf hinweisen, dass man diese hier vorgestellte Methode tatsächlich nur für Reparaturzwecke anwenden sollte, weil Keilbälgchen in der Regel drei Monate gepresst werden müssen. In diesem Zeitraum, sollten die Bälgchen, wie gut gelagerte Whiskyflaschen, regelmässig in der Presse geöffnet und gängig betrachtet werden. Der Druck der Pressen ist anfangs gering und wird dann regelmäsig erhöht.
Hier bei unserer Reparatur haben wir einige Gänge aufgrund der kurzfristigen Verfügbarkeit abgekürzt.
Zunächst ein Bild, das die Ausgangslage zeigt. Ein Bälgchen mit Ober-und Unterteil wird vom alten Leder befreit, zuvor wurde eine Lederzuschnitt-Schablone erstellt, was einfach geht, wenn man die Abwicklung des Bälgchens auf das Papier überträgt.

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Die beiden Hölzer werden frontseitig auf den Lederzuschnitt mit warmen Hautleim aufgeleimt

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Dann werden die beiden Seiten angeleimt: Leim wird immer nur aufs Holz aufgetragen!

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und nun die beiden anderen Seiten

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so sieht dann das Bälgchen kurz vor dichtigen Abschluss am Scharnierende aus

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das Scharnier ist ein kleiner etwa 1,5qmm großer Holzspan, der unbedingt notwendig ist

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Jetzt werden noch die beiden Falten geformt:

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und nun wird ein ganz bedeutendes Geheimnis der gegenwärtigen Orgelbaukunde geoffenbart. Denn, die Frage geht um, wie man denn diese Bälgchen mit frischem Leder so gangbar bekommt, dass sie unverzüglich zu marschieren beginnen, wenn man sie in den pneumatischen Kreislauf einleimt? Wir haben dieses Geheimnis gelöst, und zeigen das zuständige Foto:

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hier also im lichtdurchfluteten Vorderteil unseres Fahrzeugs können wir nach zwei Tagen Sonnenbeleuchtung diese Bälgchen, die zwischendurch mit der Presse gezwingt werden, entnehmen und problemlos einbauen. Andere Methoden, uns wurden von Mikrowelle bis Backofen alle Möglichkeiten genannten, die man schnell wieder verwerfen sollte, haben sich nicht bewährt.

gwm (wieder im Croft-Inn, wo nur wenige Gäste bei herrlichsten Sonnenschein, meist draußen ihre Trinkpausen feiern)

Die Walcker-Orgel in der Klosterkirche Murrhardt Opus 5547, III/37, Bj.1977

Sonntag, Juni 21st, 2009

Die Walcker-Orgel in der Klosterkirche Murrhardt Opus 5547, Bj 1976, III/37, mit Helmut Bornefeld 1976-77 gebaut.
orgel1.jpg
Das Instrument wurde von mir nach meiner Meisterprüfung als erstes größeres Instrument installiert. Dabei werde ich die Zusammenarbeit mit dem „umstrittenen“ Bornefeld nicht so schnell vergessen. Diese Arbeit war zutiefst zwiespältig. Einerseits war ich überrascht einem in künstlerischen Dingen überaus feinfühligen und klugen Menschen gegenüber zu treten. In technischen Dingen war Bornefeld sehr freizügig. In musikalischen Dingen jedoch, Disposition, Intonation konnte man eine Versessenheit bei ihm antreffen, die zur Borniertheit ausarten konnte. Ein besonderes Steckenpferd waren seine Kombinationen mit Lichtdrucktaster und seine Plenen, da hatte er direkt eine Marotte.
Die Orgel wurde anfangs mit elektropneumatischen Schleifzugapparaten ausgestattet, was einfach ein Fehler war, ebenso wurden statt Holzabstrakten Glasfiberstäbe eingesetzt, was sich nicht bewährte. Das wurde bei einem späteren Umbau beseitigt.
Am Klang dieser Orgel kann man sich überzeugen, dass Bornefeld einfach „Unrecht“ hatte: Im Hauptwerk fehlt ein anständiger Prinzipal 4’ und die kleinchörigen Aliquoten kann man heute nicht mehr hören. Dennoch ein historisch interessantes Werk, das wir aus diesem Grunde mit dieser Klangdemostration zeigen wollen.
Schreibweise der Dispo nach Bornefeldscher Manier

Rückpositiv I.Manual C-g’’’
1 Rankett 16’
2 Hautbois 8’
3 Rohrgedackt 8’
4 Prinzipal 4’
5 Blockflöte 4’
6 Quinte 2 2/3’
7 Waldflöte 2’
8 Larigot 1 1/3’ + 1’
9 Stabspiel 3f 1 1/7’
10 Scharf 5f 1’
Tremolo

Hauptwerk II.Manual
11 Quintade 16’
12 Prinzipal 8’
13 Gemshorn 8’
14 Trompete 8’
15 Kornett 4f 5 1/3’
16 It. Prinzipal 4’
17 Rauschharfe 4’ + 2 2/3’
18 It. Prinzipal 2’
19 Mixtur 6-8f 1 1/3’
Tremolo

Brustwerk im SW III
20 Gedackt 8’
21 Vox humana 8’
22 Rohrflöte 4’
23 Nasat 2 2/3’
24 Prinzipal 2’
25 Hörnlein 1 3/5’+ 1 1/7’+ 8/9’
26 Gemsquinte 1 1/3’
27 Zimbel 4f 2/3’
Tremolo

Pedal C-f’
28 Holzprinzipal 16’
29 Untersatz 16’
30 Posaune 16’
31 Prinzipal 8’
32 Gedackt 8’
33 Baßzink 5 1/3’-3 1/5’- 2 2/7’
34 Hohlflöte 4’
35 Clairon 4’
36 Choralbaß 4’-2’- 1 1/3’
37 Glöckleinton 2’-1’
Tremolo Sololade

Die Schallplatte von Elisabeth Ullmann wurde vom Verlag meines Vaters, dem Musikwissenschaftlichen Verlag mbH erstellt und am 3.Aug. 1978 durch Tonstudio Bauer aufgenommen und wird hier als MP3-Sammlung kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Es befinden sich folgende Musikstücke hier auf diesem Blog:
unbedingt empfehlenswert das letzte Stück, Robert Schumann – Kanonop 56/5!!

(1) Wolfgang Amadeus Mozart – Fantasie f-Moll KV 608- 12’05
track-no01.mp3
(2) Dietrich Buxtehude – Präludium und Fuge fis-Moll – 7’30
track-no02.mp3
(3) Max Reger – Fantasie über den Choral „Halleluja! – 15’45
(Reger auf einer Bornefeldorgel: das erspare ich uns!!)
(4) Robert Schumann – Fuge über B-A-C-H op60/5 – 2’13
track-no04.mp3
(5) – Kanon op 56/5 – 2’38
track-no05.mp3

es folgt noch: Helmut Bornefeld „Die neue Orgel der Klosterkirche Murrhardt“, 7seitiges Heft des Konzipienten
5547_murrhardt_03.pdf

gwm 21.06.09 (erschöpft, vor der Abfahrt nach Scotia)

ergänzt:
Max Reger – Fantasie über den Choral „Halleluja! – 15’45 – gespielt von Elisabeth Ullmann auf der Walcker-Orgel in der Klosterkirche Murrhardt – mein Text hierzu auf unserem Blog: Reger auf einer Bornefeldorgel: das erspare ich uns!! – hat aber unterschiedliches Echo ausgelöst, so waren ein paar Hartgesottene, die unbedingt diesen bornefeldschen „Schleifladen-Reger“ erhören wollten. Hier also- ohne Gewehr! – als MP3 mit rund 10MB.

hierzu ein folgenreicher Kommentar:

schade, dass es „Halleluja! Gott zu loben“ nicht zum Download gibt – mich würde sehr interessieren, wie man anno 1975 gedacht hat; gerade im Hinblick auf das Zitat Bornefelds (Orgelspiegel), dass neue Musik nur gut sein kann, „wenn sie sich – wie die Musik Regers – in die Welt der Schleifladenorgel transferieren lässt“… vor diesem Hintergrund hätte mich das unglaublich interessiert.
Schade, dass die Orgel inzwischen viele ihrer Farben verloren hat – war sie doch das Opus ultimum von Bornefeld…
Hat man bei den Arbeiten eigentlich seine Schwerhörigkeit bemerkt oder hat er die quasi miteingerechnet?

Darauf könnte ich eigentlich nur eine bitter-zynische Antwort geben, die man anstandshalber unterlässt

Die Walcker-Orgel Opus 1592 in der Evang. Kirche in Bukarest (Op.1708 III/33, Bj1912)

Dienstag, Juni 16th, 2009

Die Orgel in der Evang. Kirche zu Bukarest wurde im Jahre 1910 unter Opus 1592 von Walcker als Taschenladenorgel gebaut.
buk_evang-kopie.jpg
Diese Disposition ist dokumentiert in einem Walcker-Prospekt aus 1912 und stellt folgende Zusammenstellung dar.
I. Manual –
Hauptwerk C-g3

1. Bourdon 16’
2. Prinzipal 8’
3. Hohlfloete 8’
4. Viola di Gamba 8’
5. Salicional 8’
6. Oktave 4’
7. Rohrfloete 4’
8. Cornett 3-4fach
9. Mixtur 5 fach
10. Trompete 8’

II. Manual
Schwellwerk

11. Liebl.Gedeckt 16’
12. Geigenprinzipal 8’
13. Flûte harmonique 8’
14. Aeoline 8’
15. Voix céleste ab c 8’
16. Bourdon 8’
17. Gemshorn 4’
18. Flûte traversière 4’
19. Flautino 2’
20. Harmonia aetheria 4f
21. Oboë 8’

III. Manual
Fernwerk

22. Echo Gamba 8’
23. Gedeckt 8’
24. Vox angelika 8’
25. Spitzfloete 4’
26. Vox humana 8’
Tremulant

Pedal C-f’

27. Contrabass 16’
28. Subbass 16’
29. Salicetbass 16’
30. Gedecktbass Tr. v. 11 16’
31. Violon Tr. v. 12 8’
32. Oktavbass 8’
33. Posaune 16’

NORMALKOPPELN
III/II
III/I II/I
I/P II/P III/P

Sub II/I
Super II/I
Super III

SPIELHILFEN
Piano Ped frei einstellbar
2 FK, P-MF-F-TT
Schwelltritt II
Schwelltritt III
Windanzeiger
Crescendo „ab“
HR „ab“

Autom. Pianopedal frei einstellbar
2 freie Kombinationen für alle Register
Kollektivzüge für Piano, Mezzoforte, Forte, Tutti
Generalcrescendo, Decrescendo samt Zeiger
Schwelltritt für Schwellkasten II.Manual
Schwelltritt für Schwellkasten III.Manual elektr.
Tremolo fürs III.Manual, Windanzeiger
Handregister ab, Crescendo ab

Die Orgel wurde nach einem Brandschaden, der sich von 1. auf den 2. Januar 1912 ereignete, neu bei Walcker gebaut unter der Opusnr. 1708 im Jahre 1912, und im Dezember 1912 wieder eingeweiht. Dabei wurden die Restteile der Orgel nach Ludwigsburg verfrachtet und wieder verwendet.
Bei dem Neubau unter Opus 1708 wurden die Metallpfeifen des I.Manuals neu gefertigt sowie der komplette Prospekt. Es wurden außerdem alle elektropneumatischen Relais erneuert, der Spieltisch wurde überarbeitet. Es wurde das Fernwerk „wieder erstellt“, die Orgel komplett ausgereinigt. Im II. Manual wurde an Stelle der Flûte harmonique 8’ eine Viola 8’ eingesetzt.

Die komplette Orgel mit Ausnahme des Pedals, besitzt neue Kegelwindladen aus dem Hause Laukhuff. Diese Windladen wurden ca. 1964 unter Mitarbeit der Firma Walcker neu eingebaut.
Das Pedal ist das einzige Werk, das unverändert von Walcker sowohl in der Orgel als auch im Spieltisch präsent ist, während alle anderen Register im Spieltisch andere Gravurplättchen haben, und wie gesagt auf neueren Kegelwindladen stehen. Die Pedalladen sind original aus 1910.
Der Spieltisch selbst besteht aus dem alten Gehäuse und den alten Klaviaturen, die Registertasten rechts und links wurden umgraviert, im Mittelbrett wurde eine seltsame Koppel-Kombinationsschaltung integriert. In der linken Re-gisterstaffelei wurden sehr ungünstig die Registertasten des jetzigen Fernwerks eingebaut. Diese Registertasten und die ganze Anlage dazu wurden aus der Walcker-Orgel des Konservatoriums in Bukarest entnommen und stellen einen exotischen Zubau dar, der mit dem ursprünglichen Orgelwerk kaum konform geht.
Die alten Registertasten wurden (mit Ausnahme des Pedals) farblich sehr unschön behandelt und mit neuen neobaro-cken Registernamen graviert, was das ganze Ambiente des ursprünglichen Spieltisches verunstaltet.
Zum Beispiel der Registername „Gellend Cornett“, ist schon in Deutschland so selten bei wenigen Barockorgeln, so dass er hier bei dieser romantischen Orgel völlig fehl am Platze ist. Die gesamte Gestaltung dieses Spieltisches sollte wieder auf den ursprünglichen Zustand zurück gebracht werden, der dem Wesen dieser Orgel entspricht und vor allem die Ursprünglichkeit dieses Orgelwerks wider gibt.
Neben der Umgestaltung des Spieltisches ging eine Umgestaltung in der Disposition einher und einer Umgestaltung der Windanlage.
Die Orgel wurde im Jahre 1964 mit neuen Register der Firma Walcker bestückt. Das waren in jedem Falle die Pfeifen die jetzt im Schwellwerk mit der Bezeichnung Scharff und Prinzipal 2’ eingebaut sind.

gwm 16.6.09 (in Vorbereitung auf Arbeiten an dieser ORgel morgen, übermorgen und dem Tag danach)

Die Walcker-Orgel Opus 5400 im Mozarteum, Salzburg, Bj 1970

Montag, Juni 15th, 2009

Die Walcker-Orgel Opus 5400 Baujahr 1969-1970, III/57, m/e, geplant und gestaltet von Karajan, Peter, Schurich, stellt wohl eine der letzten Konzertsaalorgeln der Firmen Walcker-Walcker-Mayer dar, die im deutschsprachigen Raum eine gewisse Bedeutung besessen hat, und die anfangs sehr begeistert aufgenommen wurde. Dies allein ist mein Motiv, die Orgel ausführlicher darzustellen.
Ich hoffe man unterstellt mir also keine Ressentiments gegenüber einem hochwertigem Orgelbau heute, sondern diese Aufarbeitungen der sechziger Jahre soll zeigen, wie die damalige Zeit der Orgelbaugestaltungen und ihr Selbstverständnis war.-
Die vielfach eingebrachten Zeitungsausschnitte über die Konzerte von Karl Richter u.a., auch die Darstellung des Mozarteums ist in zweifacher Weise interessant, einmal der negative Bezug zur Rieger-Orgel wird unmissverständlich hervorgekehrt, andererseits bleibt kein Zweifel bestehen, dass man selbstbewußt und zielsicher die richtige Orgel gebaut hat.
Mir persönlich erscheint der Verlust der vormaligen Rieger-Orgel (IV/80, Bj 1914) in diesem Raume, die sehr viel mehr meinen Geschmack getroffen hätte, größer und bedeutender als der bevorstehende Abbau dieser Walcker-Orgel. Allerdings im historischen Kontext sehe ich eine Ermangelung im Respekt vor den Arbeiten der Nachkriegszeit, die wir bald so unterrepräsentiert haben werden.Und ich glaube, dass man bald mit einem Wiederaufleben jener Epoche wird rechnen können, sofern überhaupt noch in naher Zukunft ein „Leben“ im Orgelbau und Gestalten erwartet werden kann.
Mit der Arco-Orgel, so genannt nach der spendenfreudigen Gräfin von Arco auf Valley, bin ich selbst nur temporär in Berührung gekommen. War allerdings in den mittleren 70er Jahren, als wir ein paar Gebäude weiter eine weitere Konzertsaalorgel einbauten, schon sehr erstaunt, dass dieses Instrument praktisch 6 Jahre nach seiner Einweihung kaum noch gepflegt wurde. Ab den beginnenden 80er Jahren wurden keinerlei Arbeiten mehr an dieser Orgel verrichtet, so dass alle Argumente, die heute dort hochgefahren werden, diese Orgel sei mit schlechten Materialien gebaut worden usw. usw., eine grundlegende Unwahrheit darstellt.
Diese Orgel wird also von einem Neubau der Firma Eule ersetzt.
Nicht wenige Interessenten haben mich in den letzten Monaten nach dieser Orgel befragt, weswegen dieser Blog hier geschrieben wurde.

AUSZUG aus den MITTEILUNGEN DER STIFTUNG MOZARTEUM 1970 die Orgel betreffend
(es handelt sich um ein PDF mit rund 1MB)
mozarteum_heft.pdf:

AUS WALCKER HAUSMITTEILUNG NR42 (BILD und DISPO)

hm42_05web.jpg hm42_06web.jpg hm42_07web.jpg hm42_08web.jpg

ZEITUNGSARTIKELzu Karl Richter

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ZEITUNGSARTIKELSONSTIGE

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gwm 15.06.09
Karl Richter auf dieser Orgel on YOUTUBE und hier:
http://www.youtube.com/watch?v=9-j1vKopPO8&feature=related
(wir suchen dringend klangfiles zu dieser Orgel, um diese dem Blog beizufügen)

Feedback:
Hallo Herr Walcker,

da ich mich mit der „Arco-Orgel“ mehrmals „vor Ort“ befasst habe:
Sie ist bereits seit über einem Jahr abgebaut, es steht nur noch der Prospekt. Die Orgel ist jedoch nicht eingestampft worden sondern lagert wenn ich richtig gehört habe durch Vermittlung der Walckerfirma in Guntramsdort irgendwo in Ostösterreich.
Sie wurde nach der Emeritierung von Prof. Peter in der Regel nie mehr bespielt, da man Orgelbank wie Pedal immer abbauen musste wenn das Orchester spielte (Platz des Paukisten) und Peter der einzige Mensch war welcher konsequent für den Wiederaufbau sorgte. Da sich später Niemand von Orchester oder Stiftung darum kümmerte, die Teile „irgendwo“ im Keller gelagert wurden, der mittlerweile wieder abgerissene für Studenten wesentlich günstiger gelegene Leopold-Mozart Saal eröffnet wurde, sowie der große Saal andauernd zu verschiedenen Zeiten spontan durch die Stiftung belegt wurde, verwundert es nicht, dass dort jahrzehntelang Niemand spielen oder üben wollte. Es war einfach nicht möglich. Wenn man die Orgel dann auch nicht wartet ist das Fazit klar.
Nach Angaben der abbauenden Orgelbauer wurde dem Pfeifenwerk aber eine vorzügliche Qualität zugestanden. Auf Youtube gibt es mehrere Videos von Karl Richters Händel Orgelkonzerten. Hoffen wir, dass der neuen Orgel nicht das selbe Schicksal droht.