Austausch Mixtur gegen Oboe 8′

Wenn in einer Kirchengemeinde seit 10 Jahren der Registerzug der Mixtur nie betätigt wurde, weil man sich dieses Register nicht antun möchte, dann ist guter Rat gefragt.
Mein ursprünglicher Vorschlag war diese Mixtur zu zähmen und weicher zu intonieren. Denn im Grunde bin ich immer der Auffassung, dass ursprüngliche Konzeptionen ihren Sinn gehabt haben.
Aber dieser Vorschlag hatte keine durchschlagende Wirkung, so dass ich über gegangen bin, ein Austausch des Registers gegen eine Oboe 8′ vorzuschlagen. Heute nun sind wir der Sache ein paar Schritte näher gekommen.

Zunächst einmal ein Bild, aus dem der begrenzte Platz in dieser Kleinorgel erkennbar wird:
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Eine technische Bearbeitung wurde vorgenommen, der Stock der Mixtur wurde ausgebaut, das neue Pfeifenwerk der Oboe auf dem Stock plaziert. Insbesondere bei Positiven ist durch die Manualteilung der Kanzellen ab etwa 2 Oktaven mit einer äußerst begrenzten Platzsituation auf dem Stock zu rechnen. Eine detaillierte Aufzeichnung via Computer ist erforderlich, wie hier gezeigt:
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Die Bohrungen auf dem Stock mit 2-3facher Mixtur werden zu einem Windkanal pro Ton gefräst:
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Auf den neuen Stock wird die Zeichnung im Maßstab 1:1 aufgelegt und die Bohrungen angerissen:
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Die neuen Bohrungen der Oboe-Pfeifen werden gebohrt und mit einem Sandbohrer brennend ausgekesselt:
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auf der Rückseite dieses Stocks verfräsen wir und tragen den Leim auf:
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Die Zeichnung wird auch genutzt, um die Bohrungen im Rasterbrett anzureissen. Da die Stiefelmaße der Zungenpfeifen sehr gut zu handhaben sind, beim Bohren dieser Bretter, geht es recht rasch mit dem Einrstrieren:
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Noch müssen die Hängeraster gefertigt werden und das Ganze wird danach verpackt und vor Ort eingebaut.
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gewalcker@t-online.de 04.07.15

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