Die neue elektronische Steuerung in Rom Santa Cecilia

Nach Abschluss der Installationsarbeiten stelle ich dieses Bussystem hier einmal in ein paar Bildern vor.
Diese neue elektrische Anlage besteht aus einer Einheit, die im Spieltisch untergebracht ist. Dort finden wir Midianschluss, den Setzer, die komplette Logik für die 38 Koppeln (darunter fast in jedem Manual Sub- und Superkoppeln) und den Sender, der die Daten per twisted-pair-Kabel an den Schaltschrank, der im Unterteil der Orgel eingebaut ist, übermittelt. Eine weitere Einheit ist der Schaltschrank in der Orgel, von dem alle Magnete in der Orgel aus angesprochen werden.
Hier ist das entscheidende Element die absolute Schnelligkeit der Elektronik, damit bei vollgriffigem, gekoppelten Spiel und schnellen Trillern absolute Präzision vorliegt. Wir können bestätigen, dass dies mit den uns vorliegenden Bauteilen mit bravouröser Sicherheit gewährleistet wird, während bei selbstgebastelten Anlagen genau an dieser Stelle die entscheidenden Mängel zu finden sind.
Hier also der Spieltisch:
spieltisch021.jpg
Im linken oberen Teil befindet sich Processor, Sender, darunter die Kabelanschlüsse für +- 18V und Sicherungen der einzelnen Module. Ganz links der Gleichrichter 24V für die Elektronik. Unser Orgelstrom für Registereinstellmagnete ist 18V=.
Ein weiteres Bild vom Spieltisch, wo man den Kabelschlauch mit Stecker und Buchse erkennen kann:
spieltisch011.jpg
Wir haben zwei Buchsen, die noch ins Podium eingebaut werden und folgendermaßen bestückt sind:
stecker_buchse.jpg
zwei Kabel für 230V (Motoreinschaltung und Stromzufuhr Lichter)
vom Gleichrichter (rot+blau +-18V)
twisted pair Kabel für die Digitale Datenübermittlung

Die Datenkabel werden an den Schaltkasten angeschlossen, der hier abgebildet ist:
schaltkasten01.jpg
Die verschiedenen Module, die hier mit roten LEDs aufleuchten sind allesamt „Treiber“ für Windladenmagnete. Jedes dieser hier gezeigten Module hat 16 Ausgänge. Der Rahmen ist nach außen aufklappbar. Am inneren Teil befinden sich nocheinmal so viele Module. (einer der größten Schaltkästen der mit diesem System bislang realisiert wurde).
schaltkasten02.jpg

Hier ein Detail dieser Module. Jeder Ausgang ist zudem noch mit einem LED bestückt. Wird der Ausgang angesprochen, leuchtet die LED auf. Das erspart sehr viel Fehlersuche an der falschen Stelle, wenn einmal ein Magnet nicht ansprechen sollte.
detail-schaltkasten.jpg

Insgesamt sind in dieser Orgel über 1400 Magnete, die über diese Elektronik angesteuert werden.
Ich kann mir heute ehrlich gesagt nicht vorstellen, eine vergleichbare Arbeit auf anderer Weise, als in der hier vorgestellten Art, durchzuführen.

gewalcker@t-online.de

(der Beitrag wird demnächst mit zwei kleinen, aber schönen Bildern ergänzt werden)

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