Die Tamburini-Orgel in Santa-Cecilia-Roma
Diese Orgel wird von uns z.Zt. renoviert und im Bereich der Elektro-Mechanik vollständig erneuert.
Das System von Tamburini 1964 gebaut hat bis vor wenigen Jahren durchaus seine Berechtigung gehabt, ist aber heute hoffnungslos veraltet und in einem entscheidenden Punkte sehr sensibel: es sind die dünnen Kontakte aus Kupfer, die keinen langen Schleifweg haben, bei dem sie wieder oxidbefreit neu aufspielen können.
Ansonsten aber ist das Tamburini-System in elektrischen Belangen gut durchdacht und großzügig ausgeführt. Viele Dinge allerdings waren schon zur Erbauungszeit veraltet.
Zunächst einmal das Anschlußbrett der Orgel, das mit sage und schreibe 3500 Lötpunkten, bei denen manchmal bis zu 6 Kabel aufgelötet sind, enthalten. Zuerst ein Detail, aus dem erkennbar ist, dass die Kabel teilweise nicht verlötet sondern nur gewickelt sind:
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Hier das komplette Anschlussbrett:
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und hier einige Bilder der veralteten, gigantischen Relaisanlage:
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der armdicke Kabelstrang:
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und hier Bilder der entheiligten Konsole. Sehr interessant der Umstand, dass man die komplette Registerstaffelei mit zwei Handgriffen herauskippen kann um dann an den ebenfalls herausklappbaren Tasten zu arbeiten. Diese Kontakte der Tasten sind übrigens ohne großen Funkenabbrand und Verschleis. Der Grund ist eine interessante Hebeltechnik und der Einbau von Schalttransistoren, was vor rund 20 Jahren gemacht worden sein muß :
gwm (in Roma bei einer wahrlich sengenden Hitze im Internetcafe)