Solingen -Lutherkirche, weitere Entwicklung der Arbeiten

Kein Frage, wer in zwei Wochen einen kompletten Spieltischumbau für diese dreimanualige Orgel vornehmen will, der hat mit allerhand Überstunden zu rechnen, wenn der Organist sich Ziele gesetzt hat. Und zwar an Samstag und Sonntagen. Das ist um so erfreulicher, je schlechter das Wetter ist und je mehr „Fasching“ und andere volkstümliche Gemeinheiten den Orgelbauer verschrecken.
Wir haben es uns angewöhnt sehr langsam bei solchen technischen Dingen, wie beim Einbau von „Tausendfüsslern“ und anderem Heiligkeiten der Neuzeit zu werden, weil oft ein einziges falsch gelötetes Kabel für Schrecken sorgen kann.
Hier nun unser erstes Wochenende mit einem Sonntag, der, wenn ich richtig gezählt habe ( es hat sich nicht um einen solch berühmten „Zählgottesdienst“ gehandelt, bei dem die Effizienz der verschiedenen Kirchenmusiken statistisch exakt durch Eruierung der Kirchenbesucher in Zahlen erfasst werden) also rund 30 Glieder harrten in den harten Kirchenbänken, sollten aber unter anständiger Heizung, der Predigt „von der Liebe“ und Rosensonntag gelauscht haben. Dazu gabs neue und deftige Kirchenmusik vom Kantor Audersch am Elektropianola und einer herzhaften Truhe, die mit Obertönen gut bestückt war.
An den Bildern soll man erkennen, welche Wirkung diese Kirchengebäude der Jahrhundertwende immer noch haben.
Nachmittags lag man dann zwei Stunden im kargen Hotelzimmer – nur Max Reger auf den Ohren – auf Doesburger und Berliner Orgeln. Mein persönliches Amen an diesem Sonntag.

Unsere zwei Mitarbeiter an diesem Sonntag, den 14.Feb.2010
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Der Kirchenbesuch in breitgefächerter Kirche
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Neue Garnituren an Drucktaster unter dem ersten.
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Improvisation über vier Kirchenfenster:
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gwm vom Tatort

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