verrostete Schrauben ausdrehen

Eine Krankheit, wie sie in Schottland sehr oft anzutreffen ist, sind völlig in die Orgel eingerostete Schrauben, die durch scheinbar nichts in der Welt zu bewegen sind. Wir haben hier in beiden Orgeln (Walcker aus 1904 und Hill aus 1883) so stark eingerostete Schrauben angetroffen, dass uns sehr viel Raum blieb, hier intensiv darüber nachzudenken, wie man diesem Übel gegenübertritt.
Eigentlich bleibt einem nur ein Weg, nämlich die betreffende Schrauben stark zu erhitzen und dann zu hoffen, dass dieses verrostete Element nicht bei Herausdrehen abbricht. Das Letztere wird in der Regel nicht immer erreicht.
Besonders in Hartholz wie Eiche oder Buche sind große Schrauben die stark mit Feuchtigkeitseinflüssen in Berührung kamen ein großes Problem. Wir haben hier (siehe Abbildung weiter unten) besonders Probleme bei den Stöcken und beim Ausbau der Bälge in beiden Orgeln.
Die Erhitzung dieser Schrauben kann auf mehrere Arten erfolgen. Da oft auch eine weiterer Mangel in diesem Zusammenhang mit eintritt, dass nämlich der Schraubenschlitz bereits von verzweifelten Vorgängern völlig verhunzt wurde, bleibt oft nur die Wahl einen neuen Schlitz mit Hilfe eines Fräsers in die Schraube einzudrehen. Damit wird sie gleichzeitig erwärmt und der Schraubendreher hat wieder einen Ansatz.
Eine weitere Möglichkeit ist, die Schrauben mit dem Lötkolben zu erwärmen oder auch mit Sandsteinbohrern.
Wir zeigen dazu einige Bilder aus Schottland:
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gwm 13.05.2009 im Krofft-Inn zwischen 23 beertrinkers and a lot of laughter – geschrieben

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