Walckersche Kegelladen in St.Vincent de Paul Paris?

Hier der Beweis – /Ergänzung am 22.Okt.2008
Provokative Fragen stellt man immer dann, wenn es etwas ganz Außergewöhnliches zu befragen gibt. So die Kegelladen in St. Vincent de Paul, einer Aristide Cavaillé-Coll Orgel aus 1855, die ganz besondere Aufmerksamkeit schon damals im europäischen Orgelbau entfachte. Warum Walcker aber eine Auszeichnung aus Paris erhielt, wird hier nicht weiter debattiert. Sondern wir zeigen die beiden Pläne, die wenige Jahre nach dem Bau dieser Orgel in einem der wichtigsten deutschen Orgelbüchern erschienen: im Lehrbuch für Orgelbau von Töpfer.
Wer diese beiden Zeichnungen anclickt, sollte sich über den gewaltigen Detailreichtum dieser Pläne nicht wundern, jede einzelne hat über 2,5MB. Damit sollte man auch wirklich jedes Detail studieren können! Rechts unten befindet sich die Kegellade des Grand orgue, für die Walcker von der Academie Francaise eine Medaille bekam – die der Ehrenmann Aristide Cavaillé-Coll abgelehnt hatte und diese weiter an Eberhard Friedrich Walcker geleitet hatte. Alles zu seiner Zeit und zu seiner Ordnung.

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Ergänzung am 22.Okt.2008
zunächst einmal möchte ich eine weitere „schöne“ Zeichnung ergänzen, ebenfalls in sehr hoher Auflösung mit rund 2,5MB:
dsc_0038-1.jpg
und nun noch der Hinweis, dass dieser Umstand, dass Cavaillé in einer seiner berühmtesten Orgeln „Kegelladen“ eingebaut hat, heftig auf dem französisch-sprachigen Forum .cultureforum.net/> diskutiert wird.
Dabei hat sich herausgestellt, dass es sich um eine Windlade des Grand orgue handelt mit folgender Disposition:
Montre 16′
Gambe 16
Montre 8
Gambe 8
Montre 4
Voix Céleste 8 ‚
… mit besten Dank und Grüßen an Pierre.

und last not least der Grundriss der Orgel, der bestimmt jedes Orgelbauerherz höher schlagen lässt:

dsc_0039-1.jpg

(gwm)

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