Archive for März, 2008

von Mahrenholz -und Jahnn-Mensuren

Sonntag, März 9th, 2008

Kein Mensch weiß mehr, wie es zu den Mensurenbezeichnungen bei Walcker um 1925-1940 kam, als man Mahrenholz, Jahnn und Walcker- Bezeichnungen miteinander in den Büchern vermischte. Dies wird auch wahrscheinlich kaum noch auffindbar sein.
2008-03-09_121626.jpg
Aber anhand der Walcker-Orgel im Bukarester Atheneum wäre zumindest denkbar, dass man hier einige der Schemata anhand vorhandenen Pfeifenmaterials wieder rekonstruieren kann und mindestens eindeutige Bezeichnungen aus dem Opusbuch mit bestehendem Pfeifenmaterial in Einklang bringen kann. Dieses Ziel haben wir uns gesetzt.
Ein erster Schritt ist die hier veröffentlichte Mensurliste, wo es nur so von Mahrenholz- und Jahnn-Mensuren wimmelt.

Diese Liste wird mit tatsächlichen Werten in mm und Audiofiles erweitert.

bukarestmensuren.pdf

Interessante Prinzipalstruktur für alle, die solche Mensurblätter von Walcker zum ersten Mal lesen. Betrachten Sie den Principal 8 des HW der ab c eine sogenannte D-Mensur hat (c=88mm im Licht); nun sehe man auf den Octav 4′, der E-Mensur hat (also zwei HT enger ist) und betrachte man die Superoctav 2, sie hat natürlich Fs-Mensur (also wieder zwei HT enger). Und nun kann man schliessen, dass die Mixtur (ohne Mahrenholz oder Jahnn) der Regel nach Gs-Mensur hat. In Ausnahmefällen wurden Mixturen aber auch ein, zwei HT weiter als der 2′ gemacht, aber immer enger als der 4′.
Dieser Mensuraufbau der Principale war bei Walcker ab Orgelbewegung durchaus Usus, und zwar grundsätzlich auch bei der Nachkriegszeit, wo alle Mensuren sehr schematisch von Karl Bauer nach diesem Schema abgehandelt wurden.
(gwm) 9/3/08