Archive for Februar, 2008

Anatomie der Orgel aus dem Jahre 1969

Sonntag, Februar 17th, 2008

Ein Filmklassiker des Orgelbaus der damaligen Zeit. Gedreht vom Österreichischen Rundfunk in Zusammenarbeit mit der Firma Walcker stellt dieses wichtige Filmdokument eine höchst interessante Perspektive aus der damaligen Zeit dar. Wir sehen hier nicht nur alle spezifischen Arbeiten des damaligen Orgelbaus, sondern es wird mit verschiedenen Klangaufführungen auch die Auffassung dieser neobarocken Hörweise von Prof. Alois Forer grundlegend erhellt. Es kann einem wie in einem alter Edgar Wallace-Film vorkommen, wo man mit Schaudern und Grausen die verzimbelten Mixturorgeln realisiert. Hinzu kommt, dass man speziell im Falle Walcker, die Firma hatte zu diesem Zeitpunkt ihre größte Ausdehnung und Mannschaft beieinander, den Industrialisierungseffekt bestmöglichst serviert bekommt. Wir sehen Salzburg Mozarteum und können uns den Bau der Orgel fürs Wiener Musikfreundehaus nun bildlich vorstellen. Am Ende des Films wird noch eine ganz ansprechende Geschichte der Orgelentwicklung am Beispiel der römischen Orgel aus Aquincum gezeigt. Wir sehen wie das Instrument mit wenigen Handgriffen auseinander- und zusammengebaut wird. Diesen Film muss man einfach gesehen haben. Wir haben den kompletten Film digitalisiert und in drei Paketen auf unserem WalckerBlog a 100 MB, also insgesamt mit 300MB= 50 min Video, hochgeladen.

Anatomie der Orgel 50min Orgelbau der 60er Jahre

Teil01
jeder Teil ist rund 100MB groß

Teil02

Teil03

Die elektrische Anlage in der Walcker-Orgel Bukarest Atheneum

Sonntag, Februar 10th, 2008

Die neue elektrische Anlage der Walcker-Orgel im Bukarester Atheneum besteht im Kern aus einer SPS-Anlage die über ihre Module 30 Millionen I/Os pro Sekunde vermittelt. Diese digitalen Module treiben die Magnete mit kurzschlussfesten Ausgängen mit bis zu 2 Ampére pro Ausgang.
img_5432.JPG
In einem Schaltkasten finden sich alle diese Einheiten konzentriert zusammengefasst. Zwischen Spieltisch und Schaltkasten wird nur noch ein Buskabel geklemmt. Am Spieltisch selbst hat der Organist auch die Möglichkeit über eine USB-Buchse seine Registrierung abzuspeichern, was am Laptop editiert werden kann. Wem das alles zuviel Theorie ist, der kann sich das 6minütigen Video über die elektrische Anlage ansehen. Hier wird mit einer Widorschen Untermalung die Theorie aufpoliert.
Diese Orgelnlage ist besonders gekennzeichnet dadurch, dass wir es hier mit über 650 Hebelmagnete zu tun haben und verschiedenen Transmissionen und Teilladen fürs Pedal, sowie den Frontladen. Natürlich dürfen nur dann Hebelmagnete als Tonmagnete mitlaufen, wenn entpsrechende Register eingeschaltet sind, um alle unnötigen Geräusche von vorneherein auszuschliessen. Hier im Pedal haben wir auf der Großpedallade vier Register mit 128 Magneten – ist nur der Principalbass 16′ ein, darf bei geschalteter Pedaltaste C nur dieser eine Tonmagnet einschalten.
img_5565.JPG
Hier heisst es zuvörderst, höchste Präzision beim Löten und Verkabeln und saubere Verpackung der Kabel, damit eine gesunde Ästhetik gewahrt bleibt.


VIDEO ueber die ELEKTRISCHE ANLAGE IN BUKAREST