Archive for November, 2007

Taschenlade als Video

Samstag, November 24th, 2007

Ein sehr kurzes Video über die Taschenlade, aber immerhin das erste Video das eine lebendige Tasche zeigt, wie sie in der Windlade den Schnabel auf und zu sperrt.
Hier finden Sie unseren Hauptartikel über die Taschenlade und das bereits Gesagte: Die Walcker Taschenlade Dynamischer Orgelbau in dynamischer Zeit.Mit dem Begriff „Taschenlade“ war so ziemlich alles an „handwerklicher Verluderung“ markiert, das die nach dem II.Weltkrieg aufgekommene Nachgeburt der Orgelbewegung an „Verfall“ und „Untergang“ in der „heruntergekommenen“ Orgelbaukunst der „Verfallszeit“ festmachen konnte. So war es also auch kein Wunder, dass Deutschland weitgehend von diesem Windladensystem „befreit“ da steht.
Und hier der heute gefertigte Kurzfilm:
Die Taschenlade

Kegellade als Video

Mittwoch, November 14th, 2007

Anmerkungen zu Kegellade nun als Video. Unsere vielfachen Anmerkungen zur Kegellade haben wir uns nun entschlossen um ein Video (3min, 16MB) zu erweitern, da diese Form der Darstellung einige schöne plastische Möglichkeiten in sich birgt. Auch bei YOUTUBE einsehbar
Es handelt sich, wie in dem Video bemerkt, um die Kegellade des Schwellwerks im Bukarester Atheneum, die von den 8 Registern vier dem Pedal als Transmission zur Verfügung stellt. Das wird mit Bälgchen auf den Membran-Bälgchenleisten realisiert, indem Eisenwellen die Bälgchen niederhalten, wenn das Register aus ist, oder umgekehrt es freigeben, wenn Register eingeschaltet wird. Alles dies kann man auf dem Video gut erkennen. Auch die auf diese Leisten eingebauten Relais und die schaltenden Hebelmagnete. Das ist eine Besonderheit hier in Bukarest, die erwähnt werden muss.
Die Kegel sind mit dünnen Scherchen bestückt, die außerdem noch befilzt sind, Tribut an das geräuschhafte Arbeiten der Kegelladen. Was nicht unbedingt bei allen Walcker-Kegelladen zu finden ist.

Anmerkungen zur Taschenlade: Ausstrom Relais – Defekte erkennen

Freitag, November 9th, 2007

Die SchwarzFärbungen im Leders sind bei Ausstromsystemen ganz wichtige Zeichen, wo Ursachen von Fehlschaltungen in den Relais vorkommen können. Hier nämlich entweicht Wind.
Bei den Relais, die bei Ausstromsystemen immer zwei Funktionen ausführen müssen, das Zu- und das Abschalten von Windflüssen, kann man so am Dichtungsleder erkennen, ob das Relais richtig arbeitete und ob Störungen vorlagen.
Wir geben hier ein paar Beispiele:

dscf1520.JPG

an dieser Draufsicht eines Relais erkennt man, dass Undichtigkeiten beim Abschalten des Windes, der die Taschen geschlossen hält, vorlag. Hier ist die schwarze Lederscheibe in jedem Fall zu erneuern.

und hier in der folgenden Fotografie erkennt man nicht nur links unten ein völlig undichtes Relais-Ventil sondern auch eine ganze undichte Lederbahn – also komplett neu mit gleichmässig dickem Leder bestücken – ist hier die Devise. (die Fotos können mit Rechtsclick und -Grafik an zeigen- in ganzer Größe angesehen bzw. ausgedruckt werden.)

dscf1510.JPG

Dass nun hier, wie in der folgenden Fotogafie gezeigt, die Relais völlig undicht sind und so nur teilweise Taschen mit Wind füllen bzw. entleeren, dies dürfte nach den vorangegangenen Erläuterungen sich von selbst erklären.

dscf1517.JPG

Nach über fünfzig Jahren und mehrfachen Ab-und Aufschrauben ist das Dichtungsleder nicht mehr in der Lage seine Funktion der Dichtung völlig zufriedenstellend auszuführen. Schraubt man einen solche Relaiskasten nach Jahrzehnten ab, so sollte man in jedem Falle neues Leder bereit halten und dies in exakt den gleichen Breiten dann zuschneiden und mit Warmleim neu aufkleben. Die gleichmässige Dicke des Leders, das sich um 1,2 bis 1,5mm herum bewegen sollte, ist bei gutem Holz und Schrauben wichtig. Aber es ist auch ein Erfahrungswert, den man sich durch die Praxis erarbeiten sollte. Je dicker das Leder ist (über 2mm) desto unwahrscheinlicher ist es, dass man längere Streifen gleichmässig in der Dicke hinbekommt.

dscf1534.JPG

(H.Klein)
(gwm)