Taschenlade Schnittzeichnung

Für mehrere Aufträge haben wir hier eine erneuerte Zeichnung nach einer Normzeichnung aus 1932 gefertigt, die hier als Bild gezeigt wird. Damit wollen wir gleichzeitig auf ein allbekanntes Problem bei Walcker-Taschenladen hinweisen, das bei verschiedenen Konstruktionen auftaucht.

Betrachtet man die nachfolgende Zeichnung, erkennt man auf der rechten Seite eine Transmissionseinrichtung. Auf der rechten Seite ist eine Tasche fürs Pedal, gegenüber steht eine Tasche des Manuals. Beide Taschen bedienen ein und dieselbe Pfeife mit Wind.

Das funktioniert mässig, solange nur eine der Taschen in Funktion ist. Sind beide eingeschaltet kommt es zu Problemen, weil der Rückschlag-Karton zu flattern beginnen kann oder zuviel Wind an die Pfeife kommt. Es ist dann Intonation und Stimmung beeinträchtigt.

Daher hat Walcker Transmissionsladen ab etwa 1934 nicht mehr in Taschenladenform ausgeführt sondern auch in typischen Konzertsaalorgeln die Transmissionsladen mit Kegelladen gemacht. Hier wird einfach auf die Bälgchen, welche die Kegel steuern eine Eisenwelle gelegt und damit mechanisch ein- und ausgeschaltet.

taschenlad_gwm.jpg

(gwm – erstmals mit Vista: Oh Herr- vergib ihnen!)

hier noch der Link zur Hauptseite der Taschenladen

One Response to “Taschenlade Schnittzeichnung”

  1. Peter sagt:

    Vielleicht lernen wir hier, die Rede, warum wir Orgeln kennen, die Kegelladen aufs HPTW und Pedal, und Taschenladen auf die übrigen Manuale haben !
    (Oft sind ja die Transmissionen aufs Pedal von HPTW genommen).