Hans Henny Jahnn: …vom Klang der Welt – ein sensationeller Brief

Was übrig bleibt von der Harmonik , jenseits einer bloß terminologischen Verwendung (bei H.H.Jahnn in „Fluss ohne Ufer zum Beispiel) das wird sich vielleicht an der Orgel nicht mehr vollziehen können, weil die Orgel genau in jenen „Maschinen-Rausch“ eingebrochen ist, was als fundamentale Technik-Kritik in dem Hauptwerk Jahnns seinen zarten Anfang nahm, aber jede tiefere Auseinandersetzung für die Zukunft verbietet. (ein deftiger Beweis dieser Annahme ist der jüngst erfolgte Streit zwischen einfältigen Orgelhistorikern im Norden und einigen Anhängern H.H.Jahnns)
Die Auseinandersetzung mit Kayser („Der hörende Mensch“) könnte in heutiger Zeit sehr rasch in ein Spiel mit wirkungsloser Ästhetik ausarten, ohne jegliche kritische Auseinandersetzung mit der heutigen Zeit. Nicht so ist es bei Jahnn. Dort nämlich, wo die Kritik, die Vision und am Ende wieder die Selbstkritik aufleuchten, erleben wir die lebendige Auseinandersetzung mit dem Thema „Harmonik“ ohne endgültige Antworten zu erhalten. Diese „ewigen Wahrheiten“ , „platonische Ideen“, weiß Jahnn nicht zu finden, vielleicht stand die Weisheit Pate „es ruhen zu lassen“ um es damit „wirken zu lassen“.

Den wichtigsten Brief, den Jahnn an Oscar Walcker in Sachen Harmonik geschrieben hat, es war der nachfolgend dokumentierte Brief von Sept. 1942. Der als Antwort auf eine Anfrage von Oscar Walcker geschah, welcher in dieser Zeit viel Aufmerksamkeit dem Thema widmen konnte und u.a. auch an Kayser schrieb, wie auf unseren Internetseiten nachzulesen ist.

siehe auch:
Schriftwechsel „Schieb – Schriftwechsel HH Jahnn mit Oscar Walcker „
(gwm)

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